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Proteintrickfilme

Wie kann man die winzigen Bewegungen der Proteine sichtbar machen? Filmen kann man sie bislang nicht. Daher können sich Wissenschaftler die Bewegungen nur vorstellen. Dabei liefert die Bioinformatik Methoden zur Berechnung und Darstellung der theoretischen Bewegungen von Proteinen. Die benutzten Programme berücksichtigen alle Einschränkungen, die durch die Form eines Proteins gegeben sind. Das funktioniert in etwa wie bei einem Trickfilmzeichner, der sich die Bewegungen eines Charakters ausdenkt und sie sowohl an dessen Körperform als auch an die jeweilige Umgebung anpasst.

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Die Entwicklung von Medikamenten

Durch das genaue Studium der Form und der Bewegungen eines Proteins können Wissenschaftler Moleküle entwickeln, die ‚perfekt‘ mit dem Protein zusammenwirken können. Wozu benötigt man diese?
Wenn beispielsweise ein Protein eine Krankheit verursacht, können solche Moleküle als Medikament dienen und die Aktivität des Proteins verhindern. Mit derartigen Methoden eröffnen sich neue Perspektiven in der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen zur Bekämpfung von Krankheiten, wie z.B. Krebs.

Immunzelle trifft Krebszelle

Wenn zwei Zellen sich langsam aufeinander zu bewegen, vermitteln Proteine den Kontakt zwischen den beiden, wobei sich die Proteine selbst auch bewegen müssen. Krebszellen tragen auf ihrer Oberfläche spezielle Proteine, die ein kleines Stück ihrer selbst wie ein Kennwort präsentieren. Wenn dieser Teil an das entsprechende Erkennungsprotein auf der Immunzelle bindet, aktiviert es ein Signal, und die Krebszelle wird als solche erkannt und zerstört.

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